27.12.2015

Der Snap-Pap-Wahnsinn


Als ich das erste Mal von Snap-Pap gehört habe, dachte ich:
"Schön, etwas Neues, aber ob das die Nähwelt braucht?"
Aber nachdem ich im Web viele schöne Sachen gesehen habe und ich recht experimentierfreudig bin, habe ich mir einen Bogen bestellt.
Fühlt sich an wie dicker Tonkarton, war mein erster Eindruck.
Ein Stück hatte ich mehrfach mit der Waschmaschine mitgewaschen
damit es weicher werden sollte, geknüllt und Bücher draufgelegt, draufgesessen 
um diese Optik zu bekommen, Naa Jaa ....


Dann hab ich mir überlegt was ich damit anfangen will.
Das erste Projekt war ein Geldbeutel fürs Töchterle, man kann es bemalen, bedrucken, ect.
Also musste mein Drucker ausgetestet werden, das ist aber nur ein Tintenstrahldrucker, ich habe ein Doodle vom Töchterlein eingescannt und hab es ausgedruckt, der Drucker hat kurz gemuckt aber das zugeschnittene Papier aber dann doch ausgespuckt. Wie sich das weiterhin verhält, ob es abfärbt oder ähnlich, kann ich noch nicht sagen. S´Töchterlein ist jedenfalls happy. 




Das nächste Projekt, mein Mann steht auf Drachen, also hab ich mir einen ausgedruckt und abgepaust (JA, Pauspapier gibt es noch, es heißt auch 
Durchschlagpapier : ))
Danach habe ich ihn mit wasserfesten Finelinern nachgezeichnet, dann sah es mir aber immer noch zu "brav" aus. Danach hab ich gebrauchten feuchten Kaffe reingerieben und zum Schluß noch eingeölt, die Ränder gerissen und ein wenig angebrannt. Heraus kam dies, damit bin ich ganz zufrieden. 



Das dritte Projekt war eine Tasche, in die auch mal eine Yogamatte und ein Sitzkissen hineinpasst. Das Snap-Pap war ungewaschen und hat grade noch gereicht für die Mega-Tasche. Darauf wollte ich etwas gemaltes, das Motiv ist von
Heike Schäfer = eine Schablone und spezielle Textilmalfarben.
Beim Nähen habe ich aber gemerkt das der Nähplatz gleich mal zu klein wird, weil das Material überhaupt nicht nachgibt. Die Nähte sind nicht zufriedenstellend, meinem Maschinchen war das wohl auch zu starr und zu dick (obwohl ich eine 100-Jeans-Nadel verwendet habe). Die Tasche ist ganz gut geworden, die Falten sind einzig vom "Wenden" obwohl sie ja nur von links nach rechts gewendet werden musste und 
das mit ganzem Körpereinsatz. 












Fazit für mich: Meine Snap-Pap-Versuche sind damit abgeschlossen, mich überzeugt es nicht, es ist nähtechnisch sehr schwierig zu verarbeiten, als Unterlage, für kleinere Spiel- oder Malereien sicher geeignet aber ob sich das wirklich in der Nähwelt etabliert?! Ich bin gespannt. Überhaupt der Begriff "veganes Leder" stört mich ein wenig, entweder ist es Leder oder es ist vegan. Und leider läßt sich das Material meiner Meinung nach überhaupt nicht mit Leder vergleichen, denn so ein starres Leder würde ich niemals verarbeiten. 

Liebe Grüßle
Martina

Kommentare:

Muschelmaus hat gesagt…

Da geht es Dir wie mir, ich habe nur ein kleines Stück von jemandem bekommen und damit getestet, das ist einfach nicht mein Material, obwohl es mir optisch gut gefällt, ich bekomm es nicht gescheit verarbeitet.

LG von der Maus

Kerstin hat gesagt…

Ein sehr interessanter Bericht und Du zeigst ein paar sehr aufwendige Projekte. Ich habe auch einen Bogen hier liegen, allerdings noch keine rechte Idee, außer vielleicht ein paar schicke Labels.
LG
Kerstin

Wasser Maxx hat gesagt…

Hallo!
Wo bekomme ich denn Snappap außer bei Snaply her?
Kannst du mir da helfen???

L.G.

Harald